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Berlin, Deutschland

Potsdamer Platz

Kunde: Daimler-Benz

Rolle: Architekt in verantwortlicher Kontrolle mit Richard Rogers Partnership

Definieren, Planen, Entwickeln, Realisieren

Aufgabe

„Es wird nicht lange dauern, bis die neue Architektur und die Vitalität, die von der lebendigen, vielfältigen ausgelösten Nutzung dem Potsdamer Platz eine neue Energie verleihen werden, die von der Berliner Mauer über lange Zeit getrennten Stadtteile wieder miteinander verbinden werden.“ Mit diesen Worten beschrieb Edzard Reuter, Vorstandsvorsitzender von Daimler-Benz, gegen Ende des Kalten Krieges seinen Wunsch nach einer erneuten Anbindung des Potsdamer Platzes an ein stillgelegtes, während des 2. Weltkrieges vollständig zerstörtes und später durch die Berliner Mauer zweigeteiltes Brachland. Reuter wollte das Land, das sich im Herzen der wiedervereinten deutschen Hauptstadt befand, auf eine Weise erschließen, die symbolisch und physisch zur Heilung der Wunden der Stadt beitragen sollte.

Lösung

In den 90er Jahren wurden die 60 Hektar Land von Daimler-Benz, Sony und anderen privaten Bauträgern in Zusammenarbeit mit der Stadt Berlin in eine pulsierende, nachhaltige Kommune mit gemischter Nutzung basierend auf den Ideen umgewandelt, die in einer historischen europäischen Großstadt verankert sind, deren städtebauliche Entwicklung menschliche Aktivitäten, Größe und Erfahrung in den Mittelpunkt stellt. Das 750.000 m2 große Gesamtkonzept, das von Renzo Piano erdacht und in Zusammenarbeit mit den Architekten Richard Rogers, Arata Isozaki, Rafael Moneo, Hans Kollhoff und anderen geplant und geliefert wurde, integriert ebenfalls wohl überlegt Landschaft, Ökologie und Wasser in eine Planung und Entwicklung, die an die klimatischen Verhältnisse angepasst sind.

Wirkung

Ein erstklassiges Objekt im geographischen Mittelpunkt von Berlin, dem Potsdamer Platz, gehört zu dem historischen, kreativen und Regierungsviertel und zieht pro Tag mehr als 110.000 Besucher an. In den 90er Jahren war der Potsdamer Platz die größte Baustelle in Europa und wurde rasch zu einem Symbol der deutschen Wiedervereinigung und der europäischen Integration. Zwei Jahrzehnte später ist der Potsdamer Platz immer noch eines der ökologisch fortschrittlichsten, durchgängigen, Immobilienplanungs-, -bau- und -managementprogramme der Welt. Im Jahre 2011 war der Potsdamer Platz eines der ersten Objekte auf Stadtebene, das das DGNB Zertifikat für nachhaltige Stadtquartiere erhielt.